Praxis für Regressionstherapie

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Fragen und Antworten

Werde ich hypnotisiert?

Nein, Sie werden nicht hypnotisiert. Durch die Konzentration auf Ihr Thema geraten Sie von selbst in Trance, so dass es keiner künstlich herbeigeführten Hypnose bedarf. In der Trance verengt sich Ihr Aufmerksamkeitsfokus, und Ihr Zeitempfinden verändert sich.

Werde ich mich danach an alles erinnern, was während der Sitzung geschieht?

Normalerweise ja. Während der Rückführung sind Sie in einem veränderten Bewusstseinszustand, in einer Trance, aber wach.  Um sich danach besser zu erinnern, können Sie die Sitzung mit einem Diktiergerät aufnehmen.

Ist die Regressionstherapie für mich geeignet?

Regressionstherapie kann nicht durchgeführt werden bei
-    schwerer geistiger Behinderung
-    Einnahme von Drogen oder Alkohol
-    Einnahme von Medikamenten, die die Schwingungsfähigkeit verringern (einige Psychopharmaka wie z. B. Tranquilizer)
-    akuten Psychosen, Schizophrenie
-    schweren Persönlichkeitsstörungen wie Borderline
-    Autismus

Nicht geeignet ist die Regressionstherapie auch für Menschen mit starken religiösen Überzeugen, die die Vorstellung der Reinkarnation ablehnen, und für Menschen, die alles als Unsinn abtun, was irgendwie "paranormal" zu sein scheint. Wer nur an die "objektive Wissenschaft" glaubt, fühlt sich ohnehin nicht von Regressionstherapie angesprochen.

Wer Regressionstherapie für sich in Betracht zieht, sollte seine Gedanken und Gefühle erforschen und den Unterschied zwischen Realität und Phantasie erkennen können. Diese innere Arbeit ist intensiv und kann manchmal auch anstrengend sein.

Muss ich an Reinkarnation glauben, damit ich Regressionstherapie machen kann?

Man muss nicht an vergangene Leben glauben, um von dieser Therapie zu profitieren, aber man sollte die Möglichkeit der Reinkarnation auch nicht kategorisch ausschließen. Die Idee der Reinkarnation ist genauso ein Konzept wie auch die Vorstellung, dass es nur ein einziges Leben gibt - eine Vorstellung, für die es im übrigen auch keine Beweise gibt. Als Arbeitshypothese gehen wir in der Regressionstherapie davon aus, dass es frühere Leben gibt, da sich damit einfach eine Menge Phänomene besser und einfacher erklären lassen.

Der Geist kann auf verschiedene Weisen heilen. Ob Sie das, was hochkommt, als vergangenes Leben, als Metapher, Symbol oder als Fantasie einordnen, spielt keine Rolle. Heilende Veränderung geschieht unabhängig davon. Wichtig ist nur, mit offenem Geist an die Therapie heranzugehen. Ihr Unterbewusstsein kann dann alle Informationen liefern, die zur Heilung benötigt werden.

Warum kann ich mich nicht an frühere Leben erinnern?

Erinnern Sie sich noch daran, was Sie am 15. des letzten Monats zu Mittag gegessen haben? Nein? Oder kennen Sie das Phänomen, dass Sie in einen anderen Raum in Ihrer Wohnung gehen, um etwas Bestimmtes zu tun, aber sobald Sie in dem Raum sind, haben Sie vergessen, was Sie dort wollten? Wir tendieren zum Vergessen, wenn wir über eine (Tür-)Schwelle gehen.

Angenommen, Sie haben vor diesem Leben schon einmal gelebt, dann sind Sie mindestens über zwei "Schwellen" gegangen: die Schwelle des Todes und die Schwelle der Geburt. In einem neuen Leben haben Sie die Chance auf einen Neustart - unbelastet von zu vielen Erinnerungen. 

Dennoch kann es Erinnerungen geben: beispielsweise unerklärliche Gefühle (z. B. Phobien) oder körperliche Schmerzen ohne medizinischen Befund.

Werde ich herausfinden, dass ich Kleopatra oder Napoleon war?

Die meisten Klienten finden heraus, dass sie arm oder Bauern oder aus dem gemeinen Volk waren. Berühmte Leben tauchen auf, jedoch auch nicht häufiger als es sie im allgemeinen Bevölkerungsdurchschnitt gegeben hat. Auch „gewöhnliche“ Leben haben ihre Lektionen.

Durchlebe ich wirklich vergangene Leben?

Während der Regression "reisen" wir nicht in der Zeit zurück, sondern wir suchen in unserem Erinnerungsarchiv nach den belastenden Erinnerungen, die uns heute noch zu schaffen machen.

Zitate zum Thema Reinkarnation

Auferstehung ist ein ganz natürlicher Gedanke. Zweimal geboren zu werden ist nicht erstaunlicher als einmal.
(La résurrection est une idée toute naturelle; il n’est pas plus étonnant de naître deux fois qu’une.)

Voltaire (1694-1778)

 

Warum sollte ich nicht so oft wiederkommen, als ich neue Kenntnisse, neue Fertigkeiten zu erlangen geschickt bin? Bringe ich auf einmal so viel weg, dass es der Mühe wieder zu kommen etwa nicht lohnet?
Darum nicht? - Oder, weil ich es vergesse, dass ich schon da gewesen? Wohl mir, dass ich das vergesse. Die Erinnerung meiner vorigen Zustände würde mir nur einen schlechten Gebrauch des gegenwärtigen zu machen erlauben. Und was ich auf jetzt vergessen muss, habe ich denn das auf ewig vergessen?

Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781)
Die Erziehung des Menschengeschlechts, 1780

 

Die Ursache aller Dinge ist der Geist. Er bringt einen Körper hervor, durch den er seine Wunder vollführt. Ist der Körper zerstört, schafft sich der Geist einen neuen Körper, der ähnliche oder höhere Eigenschaften hat.

Paracelsus (1493-1541)

 

Ich fürchte nun, dass es mit meinem irdischen Leben bald aus sein wird. Da ich aber überzeugt bin, dass nichts, was einmal in der Natur existiert, wieder vernichtet werden kann, so weiß ich gewiss, dass der edlere Teil von mir darum nicht aufhören wird zu leben.
Zwar werde ich wohl im künftigen Leben nicht König sein, aber desto besser: ich werde doch ein tätiges Leben führen und noch dazu ein mit weniger Undank verknüpftes.

Friedrich der Große (1712-1786)
in seinem Todesjahr

 

Für andere, die nicht so weit sind wie ein lesender Magistrand, merke ich noch an, dass mit dem Glauben an den Atheismus sich ohne Widerspruch der Glaube an Unsterblichkeit verknüpfen lasse; denn die selbe Notwendigkeit, die in diesem Leben meinen lichten Tautropfen von Ich in einen Blütenkelch unter eine Sonne warf, kann es ja im zweiten wiederholen; ja noch leichter kann sie mich zum zweiten Male verkörpern als zum ersten Male.

Jean Paul (1763-1825)
Siebenkäs

 

Wie kommen Menschen dazu, durch Worte gegebene Darstellungen von Dingen zu verstehen, die sie selbst nie erlebt haben? Man muss an unendlich viele Vorleben dabei unbedingt denken.
Ich zum Beispiel: wie kann ich so stark fühlen, wie ein reuiger Mörder fühlt? Ich brauche mir nur vorzustellen, wie alt er ist, welcher Art und welchen Ursprungs seine Tat, und ich fühle, was er fühlen muss. Also: der übrigens keineswegs neue Gedanke erschließt sich mir vom Erlebnis aus, dass nämlich der Richter, der Henker und der Gehenkte immerfort ihre Plätze wechseln und dass du aus Erinnerung früherer Leben alle in dir hast.

Gerhart Hauptmann (1862-1946)
in einer Tagebuchnotiz

 

Wir finden die Lehre von der Metempsychose (Reinkarnation), aus den urältesten und edelsten Zeiten des Menschengeschlechts stammend, stets auf der Erde verbreitet, als den Glauben der großen Majorität des Menschengeschlechts, ja eigentlich als Lehre aller Religionen, mit Ausnahme der jüdischen und der zwei von dieser ausgegangenen; am subtilsten jedoch und der Wahrheit am nächsten kommend, ... im Buddhaismus. Während ... die Christen sich trösten mit dem Wiedersehen in einer andern Welt, in welcher man sich in vollständiger Person wiederfindet und sogleich erkennt, ist in jenen übrigen Religionen das Wiedersehen schon jetzt im Gange, jedoch incognito ...

Arthur Schopenhauer (1788-1860)
Die Welt als Wille und Vorstellung, 1819

 

Ich bin gewiss, wie Sie mich hier sehen, schon tausendmal dagewesen und hoffe wohl noch tausendmal wiederzukommen.

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
(25.1.1813 an Johann Daniel Falk)

 

Des Menschen Seele
gleicht dem Wasser:
Vom Himmel kommt es,
zum Himmel steigt es,
und wieder nieder
zur Erde muß es,
ewig wechselnd.

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
Gesang der Geister über den Wassern, 1779

 

Viele westliche Philosophen, Künstler, Staatsmänner und Wissenschaftler glaubten an die Wiedergeburt:

Johann Gottfried Herder, Georg von Wedekind, George Sand, Wilhelm Busch, Rudolf Steiner, Novalis, Gustav Mahler, Leo Tolstoi, Friedrich Schiller, Rainer Maria Rilke, Richard Wagner, William Shakespeare, Dante Alighieri, Ralph Waldo Emerson, Benjamin Franklin, Edgar Allan Poe, Alexander von Bernus, Achim von Arnim, Franz von Assisi, Honoré de Balzac, Edgar Cayce, Hans-Peter Dürr, Henry Ford, Wilhelm von Humboldt, Walt Whitman, Pearl S. Buck, Carl G. Jung, Winston Churchill, Norman Mailer, Shirley MacLaine, Friedrich Nietzsche, J. D. Salinger, Hermann Hesse u.v.m.

 

 

 

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